Ratgeber Klinker oder Putz für die Fassade

welche Wahl für Gewerbe- und Firmengebäude?

veröffentlicht am: 10.03.2025

Die Fassadengestaltung eines Firmen- oder Gewerbegebäudes ist nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern auch der Wirtschaftlichkeit, Langlebigkeit und Wartungsfreundlichkeit. Eine der zentralen Entscheidungen ist die Wahl zwischen Klinker und Putz. Beide Materialien haben ihre Vor- und Nachteile, die je nach Standort, Nutzung und Anforderungen eines Gebäudes unterschiedlich ins Gewicht fallen.

  

Klinker – robust und langlebig

Klinkerriemchen wird bei hohen Temperaturen gebrannt, wodurch er eine hohe Dichte und Widerstandsfähigkeit erhält. Dieses Material hat sich über Jahrhunderte bewährt und gilt als eine der langlebigsten Fassadenlösungen. Gewerbegebäude profitieren vor allem von der extremen Witterungsbeständigkeit, da Klinker kaum Wasser aufnimmt, frostresistent ist und auch starken Temperaturschwankungen problemlos standhält. Zudem erfordert eine Klinkerfassade nur minimalen Wartungsaufwand. Im Gegensatz zu verputzten Fassaden müssen hier weder regelmäßige Anstriche noch Reparaturen aufgrund von Rissen oder Abplatzungen eingeplant werden.

Ein weiterer Vorteil ist die hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen Einwirkungen. In städtischen Gebieten oder an Standorten mit hoher Beanspruchung – beispielsweise in Industrieparks oder an stark befahrenen Straßen – bietet Klinker einen zuverlässigen Schutz vor Schäden durch Stöße, Vandalismus oder Umwelteinflüsse. Auch in puncto Brandschutz ist Klinker eine ausgezeichnete Wahl, da er nicht brennbar ist und hohe Sicherheitsstandards erfüllt.

Trotz dieser vielen Vorteile hat Klinker auch einige Nachteile. Die Anschaffungskosten sind höher als bei Putz, sowohl für das Material selbst als auch für die Verarbeitung. Eine Klinkerfassade ist schwerer als eine Putzfassade, was unter Umständen eine stabilere Tragstruktur erfordert. Zudem verlängert sich durch das Mauern und Verfugen die Bauzeit, was bei straffen Zeitplänen ein Nachteil sein kann.

Für Unternehmen, die langfristig investieren und Wert auf eine wartungsarme, repräsentative Fassadenlösung legen, ist Klinker jedoch eine ausgezeichnete Wahl. Besonders Bürogebäude, Produktionsstätten und gewerbliche Immobilien mit hoher Exposition profitieren von den Vorteilen dieses Materials.

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Putz – flexibel und kosteneffizient

Eine Putzfassade bietet eine große gestalterische Freiheit. Durch die Vielzahl an Putzarten und Farbanstrichen lassen sich individuelle Designs umsetzen, die an die Corporate Identity eines Unternehmens angepasst werden können. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist der geringere Anschaffungspreis. Putz ist im Vergleich zu Klinker deutlich günstiger, sowohl in der Materialbeschaffung als auch in der Verarbeitung. Da das Verputzen einer Fassade weniger aufwendig ist als das Mauern einer Klinkerfassade, kann die Bauzeit erheblich verkürzt werden.

Allerdings bringt Putz auch einige Herausforderungen mit sich. Die Lebensdauer einer verputzten Fassade ist begrenzt, da das Material anfälliger für Umwelteinflüsse ist. Regen, Frost und UV-Strahlung können im Laufe der Jahre zu Rissen, Verfärbungen und Abplatzungen führen. In Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit kann es zudem zu Algen- oder Schimmelbildung kommen, was regelmäßige Reinigungs- und Wartungsarbeiten erforderlich macht.

Ein weiterer Aspekt ist die geringere Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen Beschädigungen. Putz kann schneller beschädigt werden, beispielsweise durch Stöße, Hagel oder Vandalismus. Zudem muss die Fassade in regelmäßigen Abständen neu gestrichen werden, um das Erscheinungsbild zu erhalten.

Trotz dieser Nachteile ist Putz eine interessante Option für Gewerbeimmobilien, bei denen eine moderne, flexible und kostengünstige Fassadenlösung gefragt ist. Besonders für kleinere Gewerbebetriebe, Hotels oder temporäre Bauten kann sich Putz als wirtschaftliche Alternative zu Klinker erweisen.

  

Welche Lösung ist besser?

Die Entscheidung zwischen Klinker und Putz hängt von mehreren Faktoren ab. Unternehmen, die auf eine langfristige, wartungsarme und besonders widerstandsfähige Lösung setzen, sind mit Klinker gut beraten. Gerade für repräsentative Bürogebäude oder stark beanspruchte Immobilien zahlt sich die höhere Investition langfristig aus.

Wenn jedoch eine schnell umsetzbare, flexible und kostengünstige Lösung gefragt ist, bietet sich Putz als Alternative an. Für kleinere Gewerbeimmobilien oder Unternehmen mit einem begrenzten Budget ist eine Putzfassade die wirtschaftlichere Wahl.

Letztendlich kommt es auf die individuellen Anforderungen des Gebäudes und des Unternehmens an. Wer auf maximale Haltbarkeit setzt und langfristige Wartungskosten minimieren möchte, sollte zu Klinker greifen. Wer hingegen auf eine flexible Gestaltung und eine geringere Anfangsinvestition Wert legt, kann mit Putz eine ansprechende und funktionale Fassade realisieren.

  

Zusammenfassend lassen sich die wichtigsten Unterschiede so zusammenfassen:

  • Klinker überzeugt durch Langlebigkeit, geringen Wartungsaufwand und hohe Widerstandsfähigkeit, ist aber mit höheren Kosten und einer längeren Bauzeit verbunden.
  • Putz ist kostengünstig, flexibel und schneller zu verarbeiten, muss jedoch regelmäßig gewartet werden und ist anfälliger für Schäden.

Die Wahl der richtigen Fassadenlösung sollte daher gut überlegt sein, um die beste Balance zwischen Kosten, Funktionalität und Ästhetik zu finden.

  


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